Helga Paris, Ramona, 1982. Foto © Helga Paris. Quelle: ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Helga Paris, Fotografin

Ausstellung

Mit rund 275 Fotografien aus dem Zeitraum von 1968 bis 2011, darunter zahlreiche erstmals gezeigte Einzelbilder und Serien, zeigt die Akademie der Künste in ihren Ausstellungssälen am Pariser Platz die bisher umfangreichste Ausstellung zu der Fotografin Helga Paris. Nach 25 Jahren ist es die erste Retrospektive der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Berlin.

Helga Paris (geb. 1938) lebt seit 1966 in Berlin-Prenzlauer Berg und beginnt in den frühen 1970er Jahren die Menschen in der Nachbarschaft zu fotografieren. Ihre Motive findet sie in Wohnungen, Kneipen, Pausenräumen und Werkhallen, auf Straßen und Bahnhöfen. Geschult durch die Malerei der Moderne, das frühe sowjetische, italienische und französische Kino, das Theater und die Poesie, entwickelt die fotografische Autodidaktin über viereinhalb Jahrzehnte hinweg ein umfangreiches Œuvre in zärtlich-nuancenreichem Schwarzweiß.

Doch sie ist nicht nur Chronistin des Prenzlauer Bergs. Helga Paris fotografiert auch in Halle, Leipzig, Siebenbürgen, Georgien, Moskau, Wolgograd und New York. Nicht anders als im heimatlichen Berlin geht es auch dort stets um die Frage, wie es sich anfühlt, dieses „in der Geschichte sein“, wie sich die jeweiligen Umstände in das Privateste einschreiben. Die besondere poetische Nahbarkeit der Bildwelt von Helga Paris verdankt sich auch dem Verzicht auf jegliche Ideologisierung – immer ist ihr Blick zutiefst solidarisch.

Für die Ausstellung hat die Regisseurin Helke Misselwitz ein Dokumentarfilm-Triptychon entworfen, in dem sie erfahrbar macht, wie sich Leben und Werk der Fotografin Helga Paris ineinander verschränken und einander bedingen. Dabei schlägt Misselwitz einen großen Bogen von der Kindheit in die Gegenwart, vom Prenzlauer Berg in die Welt, von der Naheinstellung zur Weitsicht.


Programm zur Ausstellung

7.11., 19 Uhr: Ausstellungseröffnung
24.11., 12 Uhr: Kuratorenführung
5.12., 19 Uhr: Archivpräsentation
12.1., 19 Uhr:
Finissage

 
Führungen: Mi 17 Uhr, So 12 Uhr

Führungen in englischer Sprache: Am 27.11. und 18.12., jeweils 18 Uhr

Sonderführungen: In deutscher, englischer und französischer Sprache möglich; Anmeldung: kunstwelten@adk.de, Tel.: (030) 200 57-1000

 

Eine Ausstellung der Akademie der Künste in Kooperation mit
dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Unser besonderer Dank gilt der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Erschließung des Vorlasses sowie die Neuprints dreier bislang unveröffentlichter Serien ermöglicht hat

Das Dokumentarfilm-Triptychon wurde unterstützt von der
DEFA-Stiftung sowie der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

Ausstellungstrailer:

8.11.2019 — 12.1.2020

Di – So 11 – 19 Uhr

Am 24.12. und 31.12. geschlossen

Führungen: Mi 17 Uhr, So 12 Uhr, € 3 zzgl. Ausstellungsticket

€ 6/4
Bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei