Benjamin und Brecht. Denken in Extremen

26.10.2017 – 28.01.2018
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Di – So 11 – 19 Uhr, Eintritt: € 9/6
Bis 18 Jahre und dienstags von 15 bis 19 Uhr Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19 Uhr, Eintritt frei

Bertolt Brecht und Walter Benjamin. Svendborg 1934.

Die Beziehung zwischen Walter Benjamin (1892–1940) und Bertolt Brecht (1898–1956) ist eine außergewöhnliche Konstellation. Höchst unterschiedlich geprägt, nähern sich der Dichter und der Kritiker in der Weimarer Republik einander an. Sie diskutieren Grundfragen der Kunst und der Politik in einer Form, die bis heute Spannungen erzeugt und Fragen aufwirft. Im Exil entsteht eine verlässliche Freundschaft.

Die Ausstellung zeigt die Aktualität dieser Begegnung, das historisch Dokumentierbare, das Echo von Freunden und Feinden sowie Momente der Rezeption im Denken und in der Kunst. Sie geht aus von der persönlichen Nähe und reagiert auf den Umstand, dass die Namen Benjamin und Brecht Chiffren geworden sind, Modelle für die Kunst und die Weltbetrachtung.

Gezeigt wird eine Auswahl mitunter noch unbekannter Originale: Brechts Schachbrett und eine chinesische Laotse-Figur, Gedichtmanuskripte, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Fotos – Schlüsseldokumente, die Dreh- und Konfliktpunkte der Begegnung aufzeigen. Ergänzt wird das historische Material durch originale Film- und Audiodokumente, darunter Aufzeichnungen früherer Brecht-Aufführungen. Künstlerische Arbeiten kommentieren das Geschehen aus der Gegenwart: Zoe Beloff, Adam Broomberg / Oliver Chanarin, Edmund de Waal, Felix Martin Furtwängler, Friederike Heller, Alexander Kluge, Mark Lammert, Jonas Maron, Thomas Martin / Irina Rastorgueva, Marcus Steinweg und Steffen Thiemann.

Die Ausstellung wird zweisprachig präsentiert (deutsch/englisch). Sie wird gefördert von der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste, der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und der FRIES-Gruppe.