KONTAKTE '19.
Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst

25. – 29. September 2019
Akademie der Künste, Hanseatenweg

Die dritte Ausgabe des Festivals KONTAKTE fragt nach Möglichkeiten des Performativen in der elektroakustischen Musik. Erkundet werden zum einen instrumentale körperliche Qualitäten des Musizierens mit Modular-Synthesizern, Plattenspielern u. a., zum anderen Formen musikalischer Praxis, die sich auf sonstige Weise dem Performativen öffnen.

Als historische Kulisse dient das Feedback Studio Köln, gegründet 1970 von Johannes Fritsch, dessen Nachlass sich im Musikarchiv der Akademie der Künste befindet, Rolf Gehlhaar und David Johnson. Die Feedback Gruppe war eine der herausragenden Initiativen, die sich im internationalen Gravitationszentrum Köln der 1970er-Jahre herauskristallisierten und durch die Suche nach neuen Formen der Selbstorganisation und Diversifizierung intellektueller Interessen – vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten, komplexen und pluralistischen Welt – auszeichneten.

Demgegenüber stehen aktuelle Produktionen, wie der dritte Teil der Musiktheater-Trilogie Stadt Land Fluss von Daniel Kötter und Hannes Seidl, ein Konzertprojekt aus dem Umfeld der Musikhochschule Shanghai sowie der von Ignaz Schick kuratierte Turntablisten-Marathon T.I.T.O., der am Tag des Berlin-Marathons, dem 29. September, den Ausklang von KONTAKTE '19 bildet.

Helga Paris, Fotografin

8. November 2019 – 12. Januar 2020
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Ausstellungseröffnung: 7. November, 19 Uhr
mit Jeanine Meerapfel (Präsidentin der Akademie der Künste), Dr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa), Dr. Ellen Strittmatter (ifa, Institut für Auslandsbeziehungen), Inka Schube (Kuratorin)

Vom 8. November 2019 bis 12. Januar 2020 präsentiert die Akademie der Künste in ihren Ausstellungssälen am Pariser Platz das in den Jahren zwischen 1968 und 2011 entstandene fotografische Werk von Helga Paris. Mit 275 Werken, darunter zahlreichen erstmals gezeigten Einzelbildern und Serien, ist dies ihre bisher umfangreichste Ausstellung sowie nach 25 Jahren die erste Retrospektive der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Berlin. Erstmals zu sehen sind unter anderem Ausschnitte aus den umfangreichen Serien Leipzig, Hauptbahnhof (1978), Moskau (1991/92) und Mein Alex (2011).

Helga Paris, 1938 im pommerschen Gollnow geboren und in Zossen bei Berlin aufgewachsen, begann in den 1960er Jahren als Autodidaktin zu fotografieren. Sie wurde mit Aufnahmen ihrer Nachbarschaft im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg, Bildern von Kneipenbesuchern, Müllfahrern, den Frauen aus dem Bekleidungswerk VEB Treffmodelle, Künstlern, Punks, Kindern aus Hellersdorf und Passanten vom Alexanderplatz eine der zentralen Chronistinnen des Berliner Ostens.

Helga Paris fotografierte darüber hinaus unter anderem in Siebenbürgen (1980), Georgien (1982), in Halle (1983–1985), wo ihre Serie Diva in Grau entstand, die erst 1989/90 gezeigt werden durfte, Wolgograd (1990), New York (1995) und Polen (1996/97).

Eine Ausstellung der Akademie der Künste in Kooperation mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), unterstützt von der DEFA-Stiftung. Unser Dank gilt auch der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Erschließung des Vorlasses sowie die Neuprints dreier bislang unveröffentlichter Serien ermöglicht hat.