Bällewerfen (Házení míčů) in den Bořín Teich, Happening in Průhonice, April 1969 © Jan Ságl / Sammlung Muzeum Sztuki, Łódź, VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Bällewerfen (Házení míčů) in den Bořín Teich, Happening in Průhonice, April 1969 © Jan Ságl / Sammlung Muzeum Sztuki, Łódź, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Underground und Improvisation.
Alternative Musik
und Kunst nach 1968

15.3.— 6.5.2018

Ausstellungen, Konzerte, Diskurse

Das Programm „Underground und Improvisation" reflektiert die experimentellen, anarchistischen oder avantgardistischen Musikentwicklungen in Westberlin und Osteuropa – vom Prager Frühling bis zur Nachwendezeit. Erstmals stellt die Akademie der Künste diese Bewegungen in zwei Ausstellungen und einem Veranstaltungsprogramm vor. Vom 19. bis 21.4. widmet sich ein Symposium zentralen Fragen alternativer künstlerischer Strategien, die sich aus dem Verhältnis zwischen Underground und Improvisation bzw. Ost und West ergeben.

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<i>SANDKORN</i>, 2011, © Micha Ullman
SANDKORN, 2011, © Micha Ullman

Micha Ullman.
Sandkorn

8. — 22.4.2018

Installation

Micha Ullman schafft Orte, die Selbstbegegnung erlauben, und eröffnet so ein Geflecht aus Assoziationen, Erinnerungen und Symbolik weit über politische Grenzen und Religionsunterschiede hinaus. Seine Installation Sandkorn bezieht sich auf die Aussagen von Anwar as-Sadat und damit auf die Krisensituation und den Friedensprozess in Israel, verweist aber gleichzeitig auf eine universelle Bedeutungsebene. Eröffnung: 8.4., 12 Uhr mit Jeanine Meerapfel, Moshe Zimmermann, Matthias Flügge, Micha Ullman. In deutscher Sprache.

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C& Center of unfinished business. Foto: © Florian Bong-Kil Grosse
C& Center of unfinished business. Foto: © Florian Bong-Kil Grosse

C& Center of unfinished business
24.1. — 30.6.2018

Ausstellung

Das von Julia Grosse und Yvette Mutumba konzipierte C & Center of unfinished business ist ein Leseraum, der den Besucherinnen und Besuchern eine außergewöhnliche, manchmal verwirrende Auswahl an Büchern bietet, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Kolonialismus in Verbindung gebracht werden. Eine begehbare Bücherregal-Struktur, die aus verschiedenen Perspektiven genutzt werden kann und exklusiv entwickelt wurde, um an diverse Orte zu wandern und dort immer wieder neu benutzt zu werden.

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Brecht-Weigel Gedenkstätte. Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
Brecht-Weigel Gedenkstätte. Foto: Erik-Jan Ouwerkerk

Bertolt Brechts Arbeitszimmer, Helene Weigels Wintergarten, Anna Seghers' Mastkorb – regelmäßige Führungen ermöglichen interessierten Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Berliner Wohn- und Arbeitsräume der Schriftstellerin Anna Seghers, der Schauspielerin und Theaterleiterin Helene Weigel und des Schriftstellers Bertolt Brecht. Die Brecht-Weigel-Gedenkstätte in Berlin-Mitte und die Anna-Seghers-Gedenkstätte in Berlin-Adlershof gehören zur Akademie der Künste. Eine Voranmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich.

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Akademie der Künste am Pariser Platz mit Blick zum Brandenburger Tor © Manfred Mayer
Akademie der Künste am Pariser Platz mit Blick zum Brandenburger Tor © Manfred Mayer

Die Akademie der Künste, Berlin, gehört zu den ältesten europäischen Kulturinstituten. Sie ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern und hat in ihren sechs Sektionen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst derzeit insgesamt 410 Mitglieder. Die Akademie ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Das Archiv der Akademie zählt zu den bedeutendsten interdisziplinären Archiven zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

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Archivdatenbank - Akademie der Künste
Foto: Akten der Preußischen Akademie der Künste, © Erik-Jan Ouwerkerk, 2016

Die Nutzung des Archivs der Akademie der Künste ist für wissenschaftliche, publizistische oder private Studien kostenfrei möglich. Mit der Archivdatenbank steht ein elektronisches Rechercheinstrument online zur Verfügung, mit dem sich detaillierte Informationen zu 1.020.000 Archivalien und 462.000 analogen wie digitalen Objekten abrufen lassen.

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Neuigkeiten aus der Akademie

Erzählpartnerschaft „Our Stories – Rewrite the Future" #8: Sabine Petersmehr

„Yoko Ono des Balkans": Die ungarische Dichterin und Performerin Katalin Ladikmehr

„Bei mir spüre ich überall das Fragment …“
Das Carl-Einstein-Archiv ist digitalisiert und online zugänglichmehr

Grafik: Heimann + Schwantes
Freitag, 20.4.
Symposium

9.30 Uhr

Hanseatenweg

Clubraum

Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968

Das Symposium vom 19. bis 21.4 widmet sich zentralen Fragen alternativer künstlerischer Strategien, die sich aus der Gegenüberstellung und dem Verhältnis zwischen Underground und Improvisation bzw. Ost und West ergeben: Was verstand man im Westen unter „Underground", was im Osten? In welcher Weise ist Improvisation politisch und welche politischen Aspekte der Improvisation sind heute relevant? Wie ist der aktuelle Drift einiger Vertreter der alternativen Kunstszene nach rechts einzuordnen? In deutscher und englischer Sprache.

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Joëlle Léandre © Joëlle Léandre
Freitag, 20.4.
Konzert

18.30 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Underground und Improvisation. Joëlle Léandre

Das Konzertprogramm zur Ausstellung „Free Music Production / FMP: The Living Music" setzt im Jahr 2018 ein kraftvolles Statement für die vielfältigen Entwicklungen, die die internationale Avantgarde-Jazz-Bewegung in den letzten Jahrzehnten erfahren hat. In diesem Zusammenhang wird die französische, feministisch motivierte Komponistin und Bassistin Joëlle Léandre, die schon immer gleichermaßen in der Neuen Musik und der improvisierten Musik in Erscheinung getreten ist, ein Solo-Konzert für Kontrabass und Stimme präsentieren.

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HEARTH © HEARTH
Freitag, 20.4.
Konzert

20 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Underground und Improvisation. HEARTH

Im Anschluss an das Solo-Konzert von Joëlle Léandre stellt das junge Improvisationsquartett „Hearth" seine neuesten Arbeiten vor. „Hearth" gehört ebenso wie Cactus Truck dem niederländischen Künstlerkollektiv „DOEK" an, das sich in Amsterdam vornehmlich der improvisierten Musik verschreibt, und versammelt mit der Alt-Saxofonistin Mette Rasmussen, der Trompeterin Susana Santos Silva, der Tenor-Saxofonistin Ada Rave und der Pianistin Kaja Draksler vier der derzeit gefragtesten Shooting Stars der jungen internationalen Improvisationsszene auf einer Bühne.

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Natalia Pschenitschnikova, Foto © German Vinogradov
Freitag, 20.4.
Konzert

22 Uhr

Hanseatenweg

Studio

Underground und Improvisation. Deconstruction

Bei „Deconstruction" werden tradierte Konzepte und grafische Partituren der osteuropäischen Undergroundkünstler rekonstruiert und neu interpretiert. Zunächst wird die ungarische Dichterin Katalin Ladik eine ihrer beeindruckenden Soloperformances zeigen und anschließend gemeinsam mit der Vokalistin Natalia Pschenitschnikova grafische Partituren von Jan Ságl und Milan Knížák umsetzen. Zusammen mit Claudius von Wrochem wird Pschenitschnikova dann ihre Interpretationen der Kompositionen von Georgy Dorokhov, Mátyás Wettl und Szymon Stanisław Strzelec auf die Bühne bringen.

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Grafik: Heimann + Schwantes
Samstag, 21.4.
Konzert

20 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Underground und Improvisation. Die Erfindung der Sprache

Zusammen mit den Musikern Sebastain Berweck, Erik Drescher und Biliana Voutchkova spielen und singen die Neuen Vocalsolisten Stuttgart Stücke osteuropäischer Komponisten und Komponistinnen, in denen eine ganz eigene Mythologie und Sprache entworfen wird.

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Martin Rupprecht, Foto © Anja Jzwaja
Sonntag, 22.4.
Buchvorstellung und Archivpräsentation

11 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

Martin Rupprecht.
Bühnenbilder – Kostüme – Malerei

Martin Rupprecht war einer der einfallsreichsten und vielseitigsten Bühnen- und Kostümbildner des klassischen und neuen Musiktheaters im deutschsprachigen Raum. Die bei Theater der Zeit erschienene Publikation würdigt das umfangreiche Bühnenwerk des vor kurzem verstorbenen Künstlers und illustriert anschaulich, wie variantenreich seine Kunst mit herkömmlichen Sehgewohnheiten bricht und starke Akzente setzt. In deutscher Sprache.

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Szenische Führung, November 2017. Foto Martina Krafczyk © Akademie der Künste
Sonntag, 22.4.
Führung

12 Uhr

Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968
Red nicht umn sinn rum

Gedichte, Liedtexte und Prosa von Peter Brasch, Jan Faktor, Katja Lange-Müller, Bert Papenfuß, Lutz Rathenow u. a. lassen alternative Inseln von Kunst und Leben in Ost-Berlin und der DDR aufleuchten. Öffentliche szenische Führung mit Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" Berlin. In deutscher Sprache.

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Alle Veranstaltungen und Ausstellungen finden Sie hier.

Vorschau

Abfallprodukte der Liebe. Eine Ausstellung mit Werken von Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter 18. Mai – 12. August 2018 mehr