Häufige Fragen

 

Walter Benjamin Archiv

Nein. Alle Manuskripte und Materialien sind im Lesesaal des Archivs als digitale Reproduktionen einsehbar. Originale stehen aus konservatorischen Gründen für Besucherinnen und Besucher nicht zur Verfügung.

Nein, allein vom Hörspiel Radau um Kasperl sind zwei Szenen einer Inszenierung des Westdeutschen Rundfunks, Köln überliefert, die am 9. September 1932 im Jugendfunk ausgestrahlt wurden – etwa sechs Monate nach der Ursendung des Südwestdeutschen Rundfunks, Frankfurt. Das Deutsche Rundfunk Archiv hat den Mitschnitt zusammen mit anderen Stücken auf einer CD herausgebracht („Was Kinder gerne hör(t)en, was Kasperl zu erzählen hat“, Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv 2003).

Stéphane Hessel, der Sohn des mit Benjamin befreundeten Schriftstellers Franz Hessel, erklärte in einem Interview mit France Culture aus dem Jahr 2011, er habe in der Figur des Kasperl Benjamins Stimme identifizieren können. Hessels Einschätzung ist in der Forschung umstritten, da Benjamin an der Kölner Inszenierung nicht beteiligt gewesen sein soll.

Liska Fittko, die Benjamin über die Grenze führen wollte, berichtet von einer schweren Aktentasche, die er bei sich gehabt habe. In dieser sei sein neustes Manuskript gewesen, das er unbedingt habe retten wollen. Nach Benjamins Tod dokumentierten die Behörden, dass Papiere unbekannten Inhalts bei ihm gefunden wurden. Diese Papiere sind verschollen. Es lässt sich nicht sagen, welchen Text Benjamin in Sicherheit bringen wollte bzw. welcher Art die Aufzeichnungen waren, die er auf die Flucht mitgenommen hat.

Der Nachlass Leo Löwenthals befindet sich in der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg der Goethe Universität Frankfurt am Main. Im Walter Benjamin Archiv befindet sich seit 2011 die Bibliothek Leo Löwenthals. Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur hatte mit Löwenthal vereinbart, die Bibliothek nach dessen Tod zu übernehmen. Der Bestand ist im elektronischen Bibliothekskatalog OPAC der Akademie der Künste recherchierbar, die Benutzung ist im Walter Benjamin Archiv in der Luisenstraße 60 möglich. 

Theodor W. Adorno Archiv

Seine Nachlassbibliothek – sie ist leider nicht vollständig erhalten – befindet sich als Teil des Theodor W. Adorno Archivs im Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main. Ein Verzeichnis der erhaltenen Bücher steht online zur Verfügung. Alle Buchseiten mit Randnotizen, Unterstreichungen oder sonstigen Lesespuren wurden reproduziert und sind im Walter Benjamin Archiv der AdK in Form von Fotokopien einsehbar.

In Frankfurt. Es wurde 1985 von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur gegründet und ist seit 2005 am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main angesiedelt. Von derselben Stiftung getragen, sind das Theodor W. Adorno Archiv und das Walter Benjamin Archiv verschwistert. Benutzerinnen und Benutzer des Nachlasses von Adorno sollten sich an das Benjamin Archiv in der AdK wenden, wo der Frankfurter Bestand in Fotokopien oder digitalen Reproduktionen einsehbar ist.

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