Digitalisierung

Digitalisierung analoger Findbücher aus dem Literaturarchiv

Projektlaufzeit: Oktober 2015 – Juni 2016

Findbücher im Lesesaal am Robert-Koch-Platz

Das Archiv der Akademie der Künste hat die Findbücher zu 33 Autorinnen- und Autorennachlässen digitalisiert und ins Netz gestellt. Damit ist ein wesentlich komfortablerer Zugang zu jenen Findhilfsmitteln möglich, die vor Einführung der computergestützten Verzeichnung in den Jahren zwischen 1950 und 1996 entstanden sind. Bisher nur im Lesesaal recherchierbar, können Archivnutzerinnen und -nutzer nun online in insgesamt 57 Findbüchern (zu manchen Beständen gibt es mehrbändige Findbücher) mit mehr als 21.000 Verzeichnungseinheiten stöbern und nach Informationen suchen. Darunter sind die häufig nachgefragten Archive von Ingeborg Drewitz, Alfred Kurella, Bodo Uhse, Erich Weinert, Günther Weisenborn, Friedrich Wolf oder Arnold Zweig. Auch in den Redaktionsunterlagen der Akademie-Zeitschrift Sinn und Form kann für die Jahre 1948 bis 1961 jetzt online recherchiert werden.

Für den Digitalisierungsvorgang wurden die ausgewählten Findbücher zunächst aufgeschnitten, über einen Einzugsscanner digitalisiert und anschließend wieder neu gebunden, damit sie den Nutzerinnen und Nutzern weiterhin als physisches Objekt im Lesesaal zur Verfügung stehen. Insgesamt wurden 7.137 Seiten eingescannt und mittels automatischer Texterkennung für eine Volltextsuche aufbereitet. Die Erkennungsquote liegt je nach Qualität der Vorlage durchschnittlich bei über 90 Prozent – in vielen Fällen sogar bei nahezu 99 Prozent. Die fertigen pdf-Dokumente können nun in der Archivdatenbank heruntergeladen werden. Sie haben einen Umfang von 13 bis 835 Seiten. Ein Sucheinstieg ist sowohl systematisch über die Bestandsgliederung oder das Register möglich als auch durch eine Volltextsuche im gesamten Digitalisat.

In den nächsten Jahren wird die Neuverzeichnung und Retrokonversion – also die komplette Überführung von Verzeichnungsinformationen aus Findbüchern oder Karteien in einzelne Datensätze der Datenbank – weiter vorangetrieben. Mit der Digitalisierung der ersten Findbücher ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan.

Diese digitalisierten Findbücher stehen nun online zur Verfügung:

Martin Andersen-Nexø, Charon-Kreis, Curt Corrinth, Walter Dehmel, Ingeborg Drewitz, Karl Grünberg, Theo Harych, Peter Kast, Edith Klatt, Alfred Kurella (Archiv und Sammlung), Berta Lask, Auguste Lazar, Hans Marchwitza, Lu Märten, Peter Nell, Hans José Rehfisch, Max Schröder, René Schwachhofer, Sinn und Form, Ludwig Strauss, Ludwig Turek, Bodo Uhse, Martha Weber, Alex Wedding, Erich Weinert, Günther Weisenborn, Franz Carl Weiskopf, Leo Weismantel, Erich Wendt, Paul Wiegler, Friedrich Wolf, Otto zur Linde, Arnold Zweig

Projektleitung: Franziska Galek, Uta Simmons

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